VORTRAG „ICH WERDE SIE MALEN ALS FRüHLING…ALS WERDEN“ ASTA LANGE UND HEINRICH VOGELER

Vortrag
mit Prof. Dr. Klaus Stanjek, Potsdam-Babelsberg
am Sonnabend, 3. September 2022, um 16.30 Uhr
in der Bötjerschen Scheune, Bauernreihe 3 a, Worpswede, 

Vielen Freunden*innen Heinrich Vogelers werden die Bilder „Kommender Frühling“ von 1909 und das Halbporträt „Asta Lange“ von 1911 bekannt sein. Wer war diese junge Frau, von der offenbar Vogeler sehr angetan war und die er als Modell ausgewählt hatte: »Asta, kommen Sie doch zu mir, ich werde Sie malen als Frühling, als über die Blumen schreitende Jugend, als Werden« (H. Vogeler, Werden, Fischerhude 1989, S. 144). Mit siebzehn Jahren kam Asta Lange gemeinsam mit ihrer Schwester Hanne  nach Worpswede. Diese war die Ehefrau des Architekten Walter Schulze, der bei Heinrich Vogeler angestellt war. Asta Lange, die sich ihrerseits mit Carl Weidemeyer angefreundet hatte und von ihm als Tänzerin des freien Ausdrucktanzes auf mehreren Grafiken dargestellt worden war, entwickelt ab 1909 ihre Leidenschaft für das Theater. Im Sommer 1911 wurde auf der Naturbühne des Barkenhoffs das Stück »Potiphar« von Carl E. Uphoff aufgeführt, in dem Asta Lange eine Hauptrolle spielte. Es war der Beginn einer Schauspielkarriere, die Asta an viele Theater im In- und Ausland führte. Ein spannendes Leben nahm seinen Lauf. Asta Lange starb am 18. April 1934 in Paris. 

Prof. Dr. Klaus Stanjek, Potsdam-Babelsberg, zeichnet die weitgehend unbekannte, aber
spannende Lebensgeschichte von Asta Lange nach.
Prof. Dr. Stanjek lehrte u.a.  bis 2014 als Professor für Dokumentarregie an der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen. Er realisierte zahlreiche Dokumentarfilme als Regisseur zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen. 

Der Vortrag findet im Rahmen der Mitgliederversammlung der Heinrich-Vogeler-Gesellschaft statt. Eingeladen sind auch Nichtmitglieder!  Eintritt frei!

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